Gebaut wie echte Ortsnamen
Viele deutsche Ortsnamen bestehen aus zwei Teilen: einem Bestimmungswort, das etwas über die Gegend verrät, und einem Grundwort, das die Art der Siedlung beschreibt. Aus Eich und furt wird ein Ort an einer Furt bei den Eichen. Endungen wie -burg, -heim, -hausen, -rode oder -brück erzählen von Burgen, Wohnstätten, Rodungen und Brücken. Namensfee kombiniert solche Bausteine und setzt gelegentlich Zusätze wie „Alt“, „Neu“, „Ober“ oder „Nieder“ davor.
Was die Grundwörter bedeuten
| Endung | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| -furt | seichte Stelle zum Durchqueren eines Flusses | Rabenfurt |
| -rode | gerodetes Waldstück | Erlenrode |
| -hain | kleines Wäldchen | Lindenhain |
| -wacht | Wachposten, Grenzfeste | Sturmwacht |
| -klamm | enge Felsschlucht | Nebelklamm |
Tipps für deine Karte
- Landschaft spiegeln: Orte im Gebirge enden eher auf -fels, -horn oder -klamm, Orte im Flachland auf -feld, -au oder -wiesen.
- Zwillingsorte: Ein „Ober-“ und ein „Nieder-“ desselben Ortes deuten eine alte Geschichte an.
- Nicht alles neu erfinden: Einige Vorschläge gibt es zufällig auch in der echten Welt. Das ist kein Fehler – es zeigt, wie natürlich die Namen klingen.