1. Der Silbenbaukasten
Lege für jedes Volk deiner Welt eine kleine Liste mit Anfangs- und Endsilben an. Elfen bekommen weiche Silben wie Ael, Lir, -wen, -iel, Zwerge harte wie Brom, Kar, -grim, -ok. Kombinierst du nur Silben aus derselben Liste, klingen alle Namen eines Volkes verwandt. Genau so arbeitet auch der Generator von Namensfee.
2. Der Klang muss zur Figur passen
Laute wecken Gefühle. Helle Vokale (i, e) und Konsonanten wie l und m wirken freundlich und leicht. Dunkle Vokale (u, o) und harte Laute (k, g, r) wirken schwer und bedrohlich. Ein Schurke namens „Lilime“ ist möglich – aber dann sollte der Kontrast Absicht sein.
3. Bedeutung einbauen
Namen mit Bedeutung verleihen einer Welt Tiefe. Zusammengesetzte Beinamen wie „Eisenfaust“ oder „Nebelweise“ sind sofort verständlich. Du kannst auch eine kleine Fantasiesprache anlegen: Wenn mor in deiner Welt „dunkel“ bedeutet, dann ist „Morgrund“ ein dunkles Tal.
4. Typische Fehler
- Unaussprechliche Namen: Viele Apostrophe und Konsonantenhaufen sehen exotisch aus, aber niemand kann sie vorlesen.
- Zu ähnliche Namen: Wenn „Taren“, „Tarin“ und „Torin“ in derselben Gruppe sind, gibt es Verwechslungen. Achte auf unterschiedliche Anfangsbuchstaben.
- Versehentliche Bedeutungen: Sprich den Namen laut aus. Klingt er wie ein peinliches Wort auf Deutsch oder Englisch?
- Bekannte Namen kopieren: Ein Name, der stark an eine berühmte Figur erinnert, lenkt ab und kann bei Veröffentlichungen Ärger machen.
5. Der Telefontest
Stell dir vor, du müsstest den Namen am Telefon buchstabieren. Wenn die andere Person ihn nach einmaligem Hören ungefähr richtig schreiben kann, ist er gut. Gerade für Hauptfiguren in Romanen ist das ein hilfreicher Maßstab.